Dienstag, 13. Juni 2017

Zistel über Gänsbrunnstraße

Heute ist mental für mich irgendwie das Jahr abgeschlossen - es fällt emotional eine Last ab. Deshalb setz ich mich gleich einmal aufs Bike, auch um mich für die morgige Monstertour einzurollen. Ich möchte die noch immer aufgezogenen (genialen!!) Slicks ausnützen und fahre über die Gänsbrunnstraße rauf zur Gaisbergstraße. Gefühlt bin ich sehr schnell unterwegs - endlich auch wieder einiges im Wiegetritt. So komme ich flott voran und bin auch mit neuer Saisonbestleistung bei der Gaisbergstraße.




Weils so gut gelaufen ist, bin ich dann noch weiter rauf zur Zistel - diesen Abschnitt (von der Einfahrt in die Gaisbergstraße rauf zur Zistel) bin ich noch NIE so schnell gefahren, dabei habe ich immer das Gefühl gehabt, dass da noch ein bisschen was drinnen wäre...
Mit etwas weniger Kampfgewicht wäre ich da wahrscheinlich eine neue Bestzeit gefahren.
So wars auch schön - knapp 550Hm und gut eingerollt für morgen!

Sonntag, 11. Juni 2017

Salzburg - Attersee - Salzburg

Zur Feier des Vatertags und um die Belegleinen am Boot auszutauschen, radle ich heute an den Attersee. Für diese reine Asphalt-Tour habe ich die neu erstandenen Slicks (Schwalbe BigOne in 2,35 Breite) aufgezogen und das hat sich definitiv ausgezahlt! Man rollt fast lautlos dahin und mit den mit 3,5Bar aufgeblasenen Reifen ist der Rollwiederstand - zumindest gefühlt - um einiges niedriger.




So kann ich bei der Hinfahrt am Vormittag auf der Ischler Trasse alle anderen Radler überholen - auch die zahlreichen E-Biker, bei denen der Elekrotmotor halt bei 20 oder 25kmh nicht mehr antaucht... Das war schon einmal sehr cool.


Vorbei am Mondsee - Drachenwand - Scharfling dann nach Unterrach und am Attersee entlang bis nach Aufham.



In Unterrach habe ich einen Rennradler eingeholt und obwohl ich schneller gefahren wäre, bin ich hinter ihm geblieben. Das hat sich als weise Entscheidung herausgestellt: er ist - wie er gemerkt hat, dass ich hinter ihm drinhänge, immer schneller geworden und so habe ich den perfekten Zug bis Aufham gehabt. Genau so schnell, dass ich gut mitgekommen bin - aber nicht dem leichten Gegenwind ausgesetzt. So war ich in 2h5min am See.



Nach den Arbeiten am Boot und einer ausgiebigen Mahlzeit dann wieder zurück nach Hause. Mein Ziel ist klar: ich will endlich die Strecke einmal unter 2 Stunden fahren. Anfangs tu ich mir noch ziemlich schwer - das Essen liegt schwer im Magen und die Beine sind auch nicht wirklich frisch. Da wäre es sicher weit flotter gegangen.
Dafür sind die Ausblicke auf den See unglaublich. So eine Farbenpracht - von hell über türkis und tiefblau bis hin zu einem satten Grün (in Unterrach) ist wirklich alles dabei. Da braucht man keine Karibik - das ist hier mindestens genau so schön!!!



Es läuft dann aber immer besser - in dieser Richtung sind auch die Anstiege angenehmer zu fahren, nur der Hügel zwischen Thalgau und Eugendorf ist etwas mühsam dafür aber angenehm kurz und ich bin ganz gut raufgekommen. Ab da da eine reine Tempobolzerei - in extremer Abfahrtsposition am Rad oder voll in die Pedale treten. Etliche Radler, die ich da überholt habe, müssen sich gedacht haben, dass da ein ziemlicher Spinner unterwegs ist.
Es hat sich aber ausgezahlt - nach genau 1:59h komme ich am Schmedererplatz an - sehr sehr cool!!
Insgesamt 109km, und wenn das GPS stimmt ca. 620 Höhenmeter sinds gewesen..




Donnerstag, 8. Juni 2017

Gaisbergumrundung: Kobenzl, Koppl, Oberwinkl, Mitteregg, Gersberg

Nachdem heute Zeit war und das Wetter auch endlich wieder gut passt, bin ich seit langer Zeit wieder einmal eine meiner Lieblings-Standard-Runden geradelt: die Gaisbergumrundung.
Der Berg steht ja auch genau vor unserer Haustüre da, also sollte man auch rauf fahren oder zumindest herum...
Über die steile und durch die starken Niederschläge ziemlich anstrengende Auffahrt durch den Wald und über die ehemalige Trasse bis knapp vors Kobenzl. Dann auf der Gaisbergstraße runter bis Guggenthal. Rechts in den tollen Radweg rauf nach Koppl eingebogen und dort dann vor dem Riedlwirt wieder rechts durch den Wald rauf zum schönen Aussichtsbankerl.



Dort habe ich eine kurze Pause eingelegt und einen Frühstücksapfel genossen. Dann weiter durch Koppl - Klausweg über den Bach und rauf nach Oberwinkl. Dann noch schnell die paar Hm zur Mitteregg rauf und auf der Gaisbergstraße über die Gersbergstraße runter nach Parsch.


Insgesamt war ich relativ gemütlich unterwegs - das ist ja irgendwie auch eine Genussrunde, nach 1:35h war ich wieder zu Hause und schön wars!!

Ein kleines bisschen stolz bin ich, dass meine Herumschraubereien am Bike dazu geführt haben, dass ich das lästige Knacksgeräusch beseitigt habe, das mich bei den letzten Touren teilweise ziemlich genervt hat. Die Investition in Rad-Montageständer, Werkzeug, Kettenentfetter und -öl usw. scheinen sich doch bezahlt gemacht zu haben ;-)


Mittwoch, 7. Juni 2017

Hausrunde über Kobenzlauffahrt im Wald - Gänsbrunnstraße

Heute geht sich vor dem großen Regen noch eine kurze Standard-Runde aus. Wie schon so oft fahre ich über Judenbergweg - Forststraße - Trasse bis knapp vorm Kobenzl- dann links auf die Asphaltstraße abgebogen und auf der Gaisbergstraße bis zur Einfahrt zur Gännsbrunnstraße.
Auf der Gaisbergstraße hat es sich angefühlt als ob da die Radrennfahrer ein Zeitfahren veranstalten, ziemlich genau im Minutentakt ist 1 Radrennfahrer an mir vorbeigefahren. Beim letzten habe ich mich anhängen können und bin so noch halbwegs flott zur Gänsbrunnstraße raufgekommen.

Ich bin im steilen Teil im Wald mit für mich großen Gängen recht flott durchgetreten. Leider habe ich dabei oft etwas überpaced, sodass ich dann nach den steilen Abschnitten relativ viel Zeit beim 'Ausschnaufen' wieder verloren habe. Insgesamt aber ziemlich ok.



Montag, 5. Juni 2017

Kobenzlauffahrt über Judenbergweg und Trasse

Heute eine kurze (Standard-)Runde über Judenbergweg - Forststraße - Trasse bis knapp vorm Kobenzl. Dann links auf die Asphaltstraße abgebogen und auf der Gaisbergstraße bis zur Einfahrt zur Gännsbrunnstraße raufgeradelt. Auf der Gaisbergstraße haben mich 2 Biker überholt, an die ich mich eine Zeit angehängt hat - leider waren sie aber doch zu schnell, dass ich ständig mitfahren konnte.
Insgesamt eine recht zufriedenstellende Ausfahrt - relativ große Gänge im steilen Wald und auch recht ordentliche Zeiten.



Samstag, 3. Juni 2017

Um den Hohen Göll (Golling - Stahlhaus - Scharitzkehlalm - Obersalzberg - Oberau - Marktschellenberg - Hellbrunner Allee)

Endlich einmal passen heuer das Wetter, mein Gesundheitszustand und die vorhandene Zeit zusammen und ich kann eine größere Runde in Angriff nehmen. So wird es die Göll-Umrundung: relativ spät (ich wollte ein bisschen ausschlafen!) fahre ich mit der S-Bahn von Parsch bis Golling. Dort dann genau um 10 Uhr losgestartet direkt ins wunderschöne Bluntautal in Richtung Jochalmen.



Es ist ein wunderschöner Sommertag - dafür ist diese Auffahrt auch perfekt geeignet, weil man bis knapp vor der unteren Jochalm fast ständig im Wald hinaufradelt. Ich freue mich dran, dass der damalige Erzherzog so ein Jagdfan war und ihm da so ein toller Weg hinaufgebaut worden ist. Wäre schön wenn ein heutiger 'Fürst' ein Mountainbike-Freak wäre und den Weg von der Jochalm zum Stahlhaus als Single-Trail ausbauen würde (ohne die tolle Landschaft zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen!!).





In immer angenehm zu fahrende Steigung schlängelt sich der Weg durch den Wald hinauf bis zur Baumgrenze. Ich kann alles im 2. Gang und höher durchtreten - auch im letzten - steileren - Teil rauf zur oberen Jochalm komme ich so durch. Dabei liefere ich mir ein kleines Wettrennen mit einem flotten Pärchen: sie überholen mich beim Fotografieren, dann bin ich wieder einige Zeit vorne. Erst ganz zum Schluss lasse ich sie ziehen - die beiden sind dann auch auf der oberen Jochalm eingekehrt, während ich gleich weiter bin rauf zum Stahlhaus.




Diese Bild bitte nicht falsch verstehen - die Strecke rauf zum Stahlhaus ist eine offizielle MTB-Strecke. Mir hat nur gefallen - herzlich willkommen von den ÖBf und darunter ein Fahrrad-Verbotsschild - genauso wie man es ohnehin gewohnt ist...


Enzian am Wegesrand


Die beeindruckenden Wände des Göll

Obere Jochalmen





Wanderer haben mich auf die Gämsen im Geröllfeld aufmerksam gemacht. Tatsächlich sind es Pferde und 1 oder 2 Gämsen


Knapp vor dem Stahlhaus war noch ein kleines Schneefeld zu passieren

Die Zufriedenheit ist groß - der Großteil ist geschafft.
Ein Wanderer mit dem ich kurz plaudere, meint, dass ich jetzt ja ohnehin nur mehr bergab radle. Meinen Einwand, dass ich (je nach Variante) noch 600-1000 Hm vor mir habe, hat er irgendwie nicht glauben können oder wollen...





Am Stahlhaus vorbei bin ich gleich runter zum Schneibsteinhaus. Der GPX-Track stammt von Guru Achim Zahn, der die Göllumrundung unbedingt in der anderen Richtung empfiehlt. Ich bin es jetzt in beide Richtungen gefahren und kann klar sagen, dass er da falsch liegt. Die Auffahrt durchs Bluntautal ist immer gut machbar - die Passage zum Stahlhaus muss sowieso getragen/geschoben werden, da ist es relativ wurscht ob rauf oder runter. ABER - vom Stahlhaus bis zur Königsbergalm kann ich problemlos RUNTER-rollen. Es hat einige schneidige Burschen gegeben, die das auch rauf getreten sind. Entspannt haben sie dabei aber auch nicht mehr wirklich gewirkt. Für mich ist das, um es durchzutreten, einfach zu steil und ich glaube, dass es vielen (eher den meisten) genau so gehen wird.
Am Schneibsteinhaus habe ich dann eine größere Einkehr gemacht und von den frischgemachten Köstlichkeiten des absolut urigen Wirtspaares verwöhnen lassen. Der Linseneintopf war super, aber in Kombination mit dem Radler leider für alle weiteren Höhenmeter nicht die optimale Wahl. Wenn ich allerdings nach dem Essen (wie sich das für einen richtigen Biker eigentlich gehören würde) in der Wiese ein kleines Nickerchen gemacht hätte, wäre das Problem wahrscheinlich nicht aufgetreten. 




Blick auf den Königsee

Speicherteich unterhalb der Jenner-Mittelstation

Skipiste am Jenner
Nach all der fast unberührten Natur wirken die vielen Bauten im Skigebiet des Jenners irgendwie deplaziert. So bin ich froh, dass ich da bald wieder vorbei bin und auf kleinen Wegen im Wald ziemlich alleine in Richtung Kehlsteinstraße und Obersalzberg radeln kann.


Scharitzkehlalm - in Traumlage

Blick auf Berchtesgaden
Ab der Scharitzkehlalm rollt man im Wald auf asphaltierten Sträßchen/Wegen immer bergauf/bergab dahin. Irgendwie sehr komisch, weil das ganz normale Forst und Waldwege wären, wenn sie nicht zur Zeit des 3. Reichs als Fluchtwege vom Obersalzberg vorsorglich asphaltiert worden wären. Oft ist der Asphalt schon gebrochen und nur mehr teilweise zu erkennen - etliche Abschnitte fühlen sich aber wie eine normale Straße an...
Die Ausblicke sind auf jeden Fall sensationell und die Anstregung hält sich auch in Grenzen, obwohl ich ab der Königsbergalm noch einmal ordentlich Höhenmeter gemacht habe...




Oberau
Weil ich schon ziemlich lang unterwegs bin und irgendwann doch zuhause sein sollte, beschließe ich die Runde etwas abzukürzen und nicht zur Kehlalm sondern runter zum Klingeckkopf und nach der Kehlsteinstraße runter zur Mautstraße und nach Oberau / Marktschellenberg runterzurollen. Für mich war es sicher die richtige Entscheidung - man kann alles runterrollen, ich mache flott ordentlich Meter - auch wenn ich diesen Abschnitt auf öffentlichen Straßen absolviere und weiter oben im Wald noch einige schöne Meter möglich gewesen wären. Viele Autos waren aber nicht unterwegs und entspannend war es auch...



Ich überquere die stark befahrene Straße zwischen Salzburg und Berchtesgaden gleich wieder und radle auf dem wunderschönen Radweg bzw. der alten Berchtesgadner-Straße links der Königssee-Ache bis Marktschellenberg. Dort ist ein kurzes Stück auf der Straße angesagt, bevor es wieder auf Radwegen bis St.Leohnard weitergeht. Durch Grödig und Anif auf schönen Radwegen bis nach Hellbrunn, dann durch die Hellbrunner-Allee, über den Überfuhrsteg und vorbei an St.Virgil und Abfalter zurück zum Schmederer Platz in Parsch. Superschön - superempfehlenswerte knapp 1800Hm und 64km. 






Auf dem letzten Foto sieht man mein Handy - eigentlich nichts besonderes, aber ich habe heute erstmals meinen neuen 8000MAh-Akku verwendet und nach mehr als 7 Stunden durchgehenden GPS-Einsatz und mobilen Daten usw. hat der Akku immer noch 78% - das ist meiner Meinung nach ziemlich genial!!