Mittwoch, 15. Juli 2009

Trans Alp Tag3

Krimmler Tauernhaus - Krimmler Tauern - Tauernalm - Kasern im Ahrntal - Sand in Taufers - Dietenheim bei Bruneck

Der dritte Tag unserer Alpenüberquerung.


Radroute 121200 - powered by Bikemap 


Heute wartet der Krimmler Tauern auf uns. Das Wetter ist super, alle spüren wir den gestrigen Tag noch ein bisschen in den Beinen und am Hintern, aber alle sind fit.





Bis zur Windbachalm geht es flott bergauf - alles ist gut fahrbar.
Beim Übergang zum nicht fahrbaren Teil schmeißt es David wieder und wieder landet er auf seiner schon lädierten Hand...






Ab hier geht es jetzt 800 Hm aufwärts bis zum Tauern. Anfangs eine einfache Schieberei, die bald durch mehrere Tragepassagen verschärft wird. Zum Schluss - das Wetter wird auch immer düsterer - immer mehr Schneefelder, 2 Mal sinke ich mit den Beinen komplett ein. Schließlich erreichen David und ich als erste den Grat. Es regnet mittlerweile relativ stark, der Wind bläst, es ist total unwirtlich. Ich ziehe noch meine Regenhose an, warte dann aber nicht mehr auf Luki und Jakob sondern beginne auch gleich mit dem Abstieg.







Direkt nach dem Grat dann ein heftiges Gewitter - mit lautem Donnern und Blitzen. Ich treibe alle an so schnell wie möglich ins Tal zu kommen, weil es hier heroben nirgends Schutz gibt.
Jakob rennt den Berg runter, auch David ist schnell unterwegs - Luki immer ein bisschen hinter mir - er hat sogar noch die Ruhe ein Foto zu schießen...

Trotz dieser gefährlichen Wettersituation kommen uns Wanderer entgegen, die genau in das Gewitter hineinspazieren - absolut unverständlich!!
Schließlich erreichen wir die Tauernalm - alle haben überlebt - der Schrecken sitzt uns aber noch in den Gliedern.






Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem Tee geht es auf einem schönen Trail weiter hinunter ins Ahrntal.



Dort machen wir eine Mittagspause und beraten den weiteren Tag. Eigentlich steht noch die Ochsenlenke und die Fahrt ins Arvental bevor.





Da aber weitere Gewitter angesagt sind und wir noch einmal auf 2600m hinauf müssten, beschließen wir durchs Ahrntal in Richtung Bruneck und Sillian zu fahren.
So haben wir eine der längsten Abfahrten überhaupt vor uns.




Es geht durchs ganze Ahrntal bis Sand nur bergab. Erst der Weg nach Bruneck ist dann flach. In einem kleinen Ort oberhalb von Bruneck fragen wir kurzerhand eine auf der Strasse stehende Dame um ein Zimmer und so bekommen wir (für 19€ pro Person!!!!) jeweils 2 kleine Wohnungen, zwar ohne Frühstück aber super gelegen und mit Badezimmer und sogar Fernseher (So konnten wir uns da tollte Spiel der Salzburger gegen die Bohemians anschauen...)!

Durch die frühe Einkehr (17.30 Uhr) haben wir endlich einmal Zeit etwas auszuspannen, Wäsche zu waschen usw. Wir gehen in die Dorfpizzeria und geniessen ein gute italienisches Essen. Ich trinke erst- und letztmalig auf der Tour auch 2 Viertel Rotwein. So sollte ein Tourtag (ohne Gewitter halt) ablaufen - Anstrengung und Genießen an einem Tag - schön.

Insgesamt sind wir heute ca 50km unterwegs gewesen (die Schiebe und Tragepassagen sind da nicht dabei - so viel kann der Radcomputer leider noch nicht - mit GPS wird das nächstes Mal auch noch gehen!). 1100 Hm haben wir dabei im Anstieg bewältigt.Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,5 (auch ohne Tragen) und ca. 5h reine Fahr bzw. Gehzeit.

Dienstag, 14. Juli 2009

Trans Alp Tag2

Saalfelden - Hochfilzen - Spielberghütte - Saalbach - Hinterglemm - Murnauer Scharte - Bürgelalm - Stuhlfelden - Hollersbach - Krimml - Krimmler Tauernhaus


Radroute 121124 - powered by Bikemap 


Ein ereignisreicher Tag steht bevor:
Wir starten in Saalfelden kurz nach 7h30. Ein langer Radtag wartet auf uns. Der leichtere Rucksack macht sich bei mir auf jeden Fall bemerkbar und es läuft eigentlich recht rund.



Auffahrt nach Hochfilzen - vorbei an der Bikestrecke in Leogang, wo es leider noch zu früh ist, um ein paar 'Verrückte' beim Downhillen zu sehen.






Über die Eiserne Hand fahren wir zur Spielberghütte - ganz schön steil, aber glücklicherweise nicht endlos lang, so können wir bald auf der Hütte eine kleine Pause einlegen.





Dann geht's flott nach Saalbach und Hinterglemm.



Dort bis zum Talschluss und 50 umsonst gefahrene Höhenmeter. Eine Reiterin hoch zu Ross gibt uns den Tipp, wo wir in den Vogelalmgraben abbiegen müssen und, dass der Hüttenbesitzer alle Biker nicht mag und fahren auf den Wegen verboten ist. Wir fahren natürlich trotzdem weiter, bis es immer steiler wird und uns ein großer LKW entgegen kommt. Der Fahrer ist besagter Hüttrenbesitzer, der uns (wenigstens nett und höflich) sagt, dass man auf diesen Wegen nicht Fahrrad-Fahren darf. Warum ist uns nicht wirklich klar, es sind wunderbar ausgebaute superbreite Schotterwege und sein LKW ist auch nicht der leichteste. Naja - ich bin gar nicht so böse - es wurde schon ganz schön anstrengend - und so schieben wir bis zur ..Alm - nur Jakob schwingt sich in den Sattel und fährt auch dieses steile Stück. Ab dort geht es nur mehr schiebender und tragenderweise vorwärts... Dabei kann ich endlich ein bisschen den anderen davongehen - auch weil ich mich letztlich für den besten Weg zur Murnauerscharte entscheide.












Bald ist die Scharte erreicht - ein paar Haflinger begrüssen uns schon freudig - doch dann die Ernüchterung - bergab wird genauso geschoben werden müssen wie bergauf.








Das stellt sich ein Mountainbiker natürlich anders vor. So geht es rund eine halbe Stunde Fahrrad-schiebend bergab, bis wir knapp oberhalb der Bürgelhütte auf eine Strasse treffen. Auf der Bürgelhütte dann die erste ordentliche Einkehr und bei Kaiserschmarren und Kasnockn kehren unsere Energien schnell wieder zurück.



Dann eine ewig lange Abfahrt ins Tal. Zuerst auf Schotterwegen, dann auf steilen Asphaltstrassen. Meine Bremsbacken sind ziemlich am Ende - was sich in Stuhlfelden dann auch böse bemerkbar macht: Mein Vorderreifen platzt ziemlich ohne Vorankündigung, bei ca. 40kmH muss ich mich auf die Strasse legen, weil nichts anderes mehr möglich ist. Meine Handschuhe haben durchgehende Löcher, meine neue Regenjacke hat an der Schulter ein einziges Loch, mein rechtes Knie ist ordentlich aufgeschürft. Sonst ist wie durch ein Wunder nichts passiert. Alleine bei dem Gedanken, dass der Reifen 3 Minuten früher bei über 60 kmH und neben den Leitplanken geplatzt wäre, wird mir ganz anders. Das war ein Riesenglück - weiter oben hätte ich leicht tot sein können.





So setze ich die eingepackten Bremsbeläge vorne ein und tausche den Reifen. Dann radeln wir bis Hollersbach, wo es ein SUPER-Radlgschäft gibt. Dort wird mein Fahrrad durchgecheckt - meine hinteren Bremsbeläge auch gleich gewechselt und ich erstehe eine neue (nocht teurere) Regenjacke und neue Handschuhe. Der Mann, der uns dort bedient, ist sehr freundlich und berechnet nur den Materialaufwand - sensationell - DANKE noch einmal von dieser Stelle aus!!!!

Von da weg geht's immer auf dem Radweg bis kurz vor Krimml. Dabei haben wir unser eigenes Taxi. Ein Einheimischer, der mit aller Kraft dahinradelt - und wir hängen uns hinten rein. Nur Luki kapiert das nicht ganz und will unser Taxi überholen - wir bleiben aber alle hinten dran, mit dem Ergebnis, das unser Taxi noch mehr Gas gibt und wir noch schneller Richtung Krimml sausen...



In Krimml geht's dann die Passstraße hinauf, bis wir links auf die Strasse ins Krimmlertal abbiegen. Einige Höhenmeter später und durch den langen dunklen Tunnel durch warten wir wieder zusammen. Jakob und David sind frustriert, weil es schon sehr spät ist und ein Autofahrer ihnen gesagt hat, dass es noch eine halbe Stunde bergauf geht und dann noch eine Stunde ins Tal bis zum Tauernhaus. Ich kann das nicht ganz glauben, bin mir aber nicht mehr wirklich sicher. So radelt jeder mit dem letzten, was er zu bieten hat (wir sitzen jetzt schon mehr als 10 Stunden auf dem Rad) dem Tauernhaus entgegen. Ich schiebe mich irgendwann an Luki vorbei, David und Jakob sind vorne schon lange enteilt. Mit letzter Kraft meistere ich schließlich den letzten kurzen Berg vor dem Tauernhaus und schwupps sind wir da.



Das Tauernhaus - wie schon bei meinem letzten Besuch erfahren - hat zwar von der Infrastruktur und der Lage für Biker alles zu bieten. Leider scheint es den Leuten aber einfach zu gut zu gehen - das Service und vor allem die Freundlichkeit sind unter aller 'Sau' - wenn es irgendwie geht, werde ich dort keinen Fuß mehr hinein setzen.

Nach Dusche (3 Euro fürs Warmwasser!!!!!) und Tortellini (die Küche hatte eigentlich schon geschlossen) für 9,5 Euro !!! und ein paar Radler geht es schließlich ins Massenlager - wo Jakob und ich noch etwas mehr Glück haben und in einem relativ kleinem Raum ohne Stockbetten untergebracht sind..

Ein langer und wirklich ereignisreicher Tag geht zu Ende. Wir haben mehr als 112km geschafft, über 2700 Höhenmeter und waren insgesamt länger als 12h 30 min unterwegs - davon ca. 10 Stunden auf dem Rad... Für die Planung des nächsten Jahres nehmen wir uns schon jetzt vor, sowas nicht mehr zu machen...

Montag, 13. Juli 2009

Trans Alp Tag1

Salzburg -Saalfelden


Radroute 183176 - powered by Bikemap 



Um 7h45 starten wir in Salzburg in der Uferstraße los. Es regnet - trotzdem sind alle guten Mutes. Trotz der Möglichkeit die Rucksäcke von Jakobs Mutter nach Saalfelden transportieren zu lassen entscheide ich mich (und alle anderen auch) dafür den Rucksack selber zu schleppen - eine weise Entscheidung, wie sich noch herausstellen sollte.



Bis Glanegg alles problemlos. Auffahrt in Richtung Untersberg bis zum Latschenwirt (kurzes Ratespiel links oder rechts bei derselben Abzweigung wie immer)dort nach Hallthurn. Vor Bischofswiesen rutscht David auf einer nassen Brücke aus und fällt zum ersten Mal auf seine rechte Hand - es sollte nicht das letzte Mal sein. Dann zweigen wir auf den Forstweg zur Mordaualm ab. Sobald es steiler wird zeigt sich, dass die anderen - nicht nur durch ihren deutlichen Gewichtsvorteil - ein bisschen schneller aufwärts radeln als ich.
Der Rucksack fühlt sich etwas schwerer an als sonst - komisch, wo ich doch immer mit Rucksack fahre und versuche ihn eher voll zu füllen...









Abgekämpft komme ich auf der MordauAlm an - etwas frustriert, weil ich beim letzten Mal deutlich schneller war und auch bei weitem nicht so ko. Bestelle mir deshalb einen Radler und trinke auch noch gleich die RedBull-Dose leer, weil mich das Gewicht am Rücken nervt.
Die Abfahrt bis Jettenberg bringt viele Energien wieder zurück und auch die Auffahrt auf die Reither Alpe läuft problemlos. Durch häufigeres Zusammenwarten und eine nicht allzu starke Steigung kommen wir gemeinsam auf dem Pass an.










Abfahrt Richtung Au bei Lofer - dort dann eine falsche Abzweigung erwischt - also ein bisschen zurückradlen und richtig weiterradeln. Ab der Vorderkaserklamm, von wo es eigentlich nur mehr flach dahin geht, ist bei mir absolut der Ofen aus.
Die anderen sind meilenweit vor mir, ich radle immer langsamer auf einer Strecke, auf der ich eigentlich mit den anderen leicht mithalten könnte...
Schließlich merke ich, dass ich einen richtigen Hungerast habe, bleibe stehen (!!!), esse einen Apfel und einen Müsliriegel. Ab da geht es dann wieder und ich radle schließlich noch halbwegs ordentlich bis Saalfelden.
Bei den Eltern dann relaxen - kurzer Sprung in den Swimming Pool und Depots wieder auffüllen.

Durch die Erfahrung des Tages bin ich sicher, dass mein Rucksack zu schwer ist. So montiere ich zuerst einmal alles vom Radel, was nicht wirklich benötigt wird (Klingel, Rückstrahler usw.) und werfe auch noch diverses Gepäck aus dem Rucksack. So spare ich immerhin noch 1,2kg ein - das Rucksackgewicht spielt auf der restlichen Tour so keine Rolle mehr!!

Insgesamt haben wir heute fast 94km zurückgelegt, bei mir (Suunto und 1min Intervall) waren's 1650 Höhenmeter, bei den anderen (Polar und 10 sec Intervall) waren's über 2000 Höhenmeter - man kann sich aussuchen, was man mag...

Sonntag, 12. Juli 2009

Prolog

Heute Treffen um 16 Uhr dann - nach kurzem Materialcheck - Prolog zur TransAlp. Als Einrollen und letzter Materialtest eine kurze gemütliche Runde um den Gaisberg.
Glasenbachklamm (wieder befahrbar - das war eine schnelle Reparatur!!) - Oberwinkl - Klausbach - Koppl - Nockstein - Salzburg.
David dann am Bahnhof abgeholt. Am Abend noch Lagebesprechung. Morgen geht's dann um 8 Uhr los ;-)) Freu!!!

Samstag, 11. Juli 2009

Noch ein Tag...

Morgen beginnt unsere Trans Alp - bzw. das Einrollen dazu. Am Nachmittag Treffpunkt und kurze Tour um den Gaisberg. Dann Nudelparty und Lagebesprechung für die TransAlp (Tourplanung, wer packt was in seinen Rucksack usw.). Am Montag in aller Früh geht's dann los auf den Weg nach Saalfelden.
Die Tour hat sich heute merklich 'erschwert' - es liegt auf dem Krimmler Tauern und auf der Ochsenlenke Schnee... Das würde heißen an einem Tag ziemlich viele Höhenmeter rauf und runter im Schnee zu schieben... Mal sehen wie das so wird.
Ansonsten passt alles - die Quartiere für die ersten drei Tage sind reserviert - hoffentlich kommen wir auch zur Patscher Hütte. Die Beschreibung hat einfach zu schön geklungen um sie nicht anzufahren...

M

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gaisbergspitze die IV.

Zur Abwechslung heute mal wieder auf die Gaisbergspitze. Das war heute vermutlich die letzte Ausfahrt vor meiner TransAlp. Deshalb - im Gegensatz zu den letzten Touren - heute mit bewusst niedrigem Puls (fast immer unter 160!) und kleinerem Gang.
Man muss zwar sehr diszipliniert sein, wenn man überholt wird und trotzdem langsam weiterradelt (besonders als mir das ziemlich zu Beginn mit einer mittelfitten Dame passiert ist ;-)) - es hat aber auf jeden Fall was.
Hat mir gut getan, die gesamte Auffahrt war angenehm, immer locker im aeroben Bereich - trotzdem war ich gar nicht viel langsamer als sonst.
Die Abfahrt wie immer über Gersberg und Judenbergweg.

Daten zur Tour: 835Hm, 1h 39min (rauf und runter natürlich) ca. 18 km.