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Freitag, 29. August 2014

Härtetest zum Schluss

Zum Abschluss möchte ich es noch einmal wissen. Bei meiner ersten Tour bin ich ja von Cavalière aus zur Route des Crètes gefahren. Die Auffahrt war so steil, dass ich teilweise schieben musste. Ich fühle mich nach diesen 2 Wochen und der gesamten Saison sehr gut und glaube da jetzt raufradeln zu müssen.
Bald muss ich aber feststellen, dass meine Lunge und meine Beine zwar sehr gut sind, dass aber für einen Biker meiner Gewichtsklasse mit einem so abgefahrenen Hinterreifen wie den meinigen, diese Auffahrt nicht machbar ist. Immer wieder rutsche ich auf dem teils felsigen, dann tief sandigen und dann wieder mit losem groben Schotter gespickten Weg mit dem Hinterrad weg. Bald trete ich nurmehr ohne die Schuhe einzuklipsen - sonst hätte es mich gleich ein paar Mal hingehaut. So habe ich leider wieder ein paar Passagen schieben müssen - bevor das für mich machbar ist, müsste ich mindestens 20kg abspecken - so keine Chance, aber vielleicht gibt es ja wen, der das fahren kann... Auf den Fotos kommt nicht ganz raus wie steil es war und wie gemein der Untergrund...

Trotzdem ein sehr schöner Abschluss und ein guter Durchputzer für die lange Autofahrt zurück nach Hause!





Samstag, 23. August 2014

Col du Canadel - La Mole - Lac de La Verne - Domaine Murèn - Cavalière

Die heutige Tour ist - rein mountainbike-technisch - sicher der Höhepunkt meiner 'Bikerei' an der Cote d'Azur. Fast nur auf Schotterstraßen, meilenweit weg von den Massen an den Stränden, fährt man durch wunderschöne Wälder.









Manchmal grunzt ein Wildschwein laut aus dem Unterholz, dann flattert wieder ein Specht vorbei - Menschen habe ich auf der Runde kaum gesehen...

Der Abstecher hinüber zum Lac de La Verne ist interessant - MTB-mäßig aber eher eine gemütliche Sache. Hier wird Wasser für die ganze Region gespeichert. Schwimmen, Fischen usw. alles strengstens verboten. Radfahren aber explizit erlaubt (Hallo Österreich - herhören!!!).






Vor allem die Auffahrt zurück von La Mole hinauf zur Domain Murèn ist wunderschön und genau so steil, dass man alles immer super treten kann.





Die Weinfelder der Domain sind gegen die gefräßigen Wildschweine mit hohen Zäunen abgesichert - gegen mich haben sie aber keine Chance gehabt, sodass ich mir 2 Weintrauben zum Kosten stiebitzen konnte. Da ich den Wein der Domain ja auch schon getrunken habe, plagt mich kein schlechtes Gewissen. (die Trauben waren übrigens herrlich!!). Ab der Domain habe ich dann einen kleinen Weg genommen, der fahrtechnisch ziemlich anspruchsvoll ist. Einige Male muss ich mit einem Bein aus dem Clip, damit es mich nicht quer ins Unterholz schmeißt.






Bis hinauf zur Route des Crètes kämpft man sich so den Weg entlang - dann wieder den steilen Downhill hinunter nach Cavalière. Eine wirklich schöne Runde - so macht Mountainbiken Spass!!



Route 2.778.786 - powered by www.bikemap.net

Freitag, 22. August 2014

Pramousquier - Corniche des Pins - Col du Canadel - Rayol-Canadel-sur-Mer

Heute eine nette Runde mit fast der ganzen Mannschaft. Wir rollen auf der Asphaltstraße Corniche des Pins hinauf bis dann beim Schranken die teilweise etwas steilere Schotterstraße beginnt. Auf dem Asphalt radeln die Burschen noch kurz vor mir - je länger es dauert, umso näher komme ich - bis ich sie überhole. Auf der Schotterstraße kämpfen sie dann ziemlich und brauchen doch etwas länger... Hätte mich auch ziemlich frustriert, wenn die vielen Touren heuer nichts gebracht hätten.
Dann ein Stück auf der Route des Crètes dahin und über eine weitere Schotterstraße hinunter nach Rayol-Canadel-sur-Mer. Eine wirklich nette Runde!!


















Route 2.778.767 - powered by www.bikemap.net

Donnerstag, 21. August 2014

Pramousquier - Route Forestière des Crètes - Cogolin - St.Tropez - Cap Camarat - Cap Taillat - Gigaro - Cavalaire sur Mer

Über den Col du Canadel immer der Route des Crètes folgend geht es auf einer leicht verfallenen Asphaltstraße bis hinauf zum höchsten Punkt bei einem Handysendemasten. Die Aussicht ist von hier herroben durchgehend unglaublich - eigentlich weiß man beim Biken nie wirklich wohin man als nächstes schauen soll...







Dann braust man die immer enger werdende Straße, die von beiden Seiten von Brombeeren zugewachsen zu werden droht, entlang, bis die Straße in einen Schotterweg übergeht und sich gleich 6 Wege bei einer Kreuzung treffen. Ich bin nach halbrechts abgebogen - auf eine Weg in Richtung Cogolin. Die Abfahrt war teilweise durchaus etwas ruppig, weil grober Schotter, große Steine, Felsen und tiefer Sand sich als Untergrund oft abwechseln.



Unten in der Ebene auf dem Weg nach Cogolin dann die erste Pause, um den Patschen am Vorderreifen zu flicken. Ich habe einen Ersatzreifen mit, also schnell gewechselt - im Mantel habe ich nichts gefunden - aufgepumpt und weiter gehts. Durch den aberwitzigen Verkehr kämpfe mich mich dann bis St.Tropez, bestaune kurz die superteuren Jachten dort, radle rauf zur Zitadelle, von wo man eine herrliche Aussicht hat - auch runter auf den schön gelegenen Cimitière Marin.








Knapp nach St.Tropez dann der nächste Patschen. Glücklicherweise bin ich direkt am Meer, so mache ich gleich eine kleine Essenspause und verspeise meinen mitgebrachten Pfirsich. Das Loch ist auch schnell gefunden - dieses Mal finde ich auch den Dorn, der im Mantel steckt und für die beiden Platten gesorgt hat...






Etliche - völlig fremde - Menschen bieten mir ihre Hilfe an - ich bin überhaupt von der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit hier an der Cote d'Azur extrem positiv überrascht!!

Dann geht es weiter - ich hätte geplant am Strand entlang zu fahren - gebe das aber bald auf, weil es eine endlose Schiebepartie geworden wäre. So fahre ich mit etlichen kleinen Umwegen in Richtung Cap Camarat. Dort dann eine längere Schiebepassage - beim Leuchtturm noch die Aussicht bewundert und dann gleich weiter zum Cap Taillat.








Dort wäre für Radfahrer eigentlich Schluss - ich trage und schiebe mein MTB aber zur Belustigung aller, die mir entgegenkommen - den Strandweg entlang und genieße die wirklich wunderschönen Aussichten.















Am Ende eines FKK-Strandes biege ich dann rechts weg in Richtung La Bastide Blanche. Ich habe das angeblich montierte Verbotsschild nicht gesehen - es ist ein wilder Weg durch teils meterhohen Schilf. Unten beim Parkplatz derLBB ist dann der Weg versperrt - ein freundlicher Wachmann erklärt mir und einem gleichzeitig angekommenen Trailrunner, dass hier Privatbesitz ist und Durchgang eigentlich verboten (in Österreich wäre der Ton da definitiv etwas anders...) und zeigt uns auch gleich, wo wir am besten weiter nach Gigaro kommen.

Auf dem Schotterweg hänge ich den Trailrunner gleich einmal ab, als ich dann aber in einer extrem zugewachsenen Urwaldweg-Passage vom Rad muss, ist der 'zache Hund' gleich wieder bei mir und überholt mich. Dieses Spielchen geht für einige Zeit so weiter, bis wir auf eine große Schotterstraße kommen. Dort trete ich ordentlich in die Pedale und lasse den hitzeresistenten Trailrunner hinter mir.




In Gigaro ist man dann zurück bei den Massen an der Cote d'Azur - es gibt zwar noch immer schöne Strände, aber keine so breiten und mit wenigen Menschen besiedelten wie vom Cap Taillat weg.

Nach einer kürzeren Passage auf der Hauptstraße, biege ich dann auf den tollen Radweg ein und radle glücklich und zufrieden bis nach Pramousquier. Eine tolle Runde - beim Cap Camarat und Taillat eher für Fußgänger bzw. tragebereite Biker zu empfehlen....





Route 2.778.718 - powered by www.bikemap.net